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Madonna und Kind in der Glorie mit Heiligen , 1731
Enthalten in der Kollektion:
Provenienzforschung in der Kunsthalle Bremen

Franceso Solimena war zunächst Schüler seines Vaters Angelo Solimeno und stand später unter dem Einfluss von Giovanni Lanfranco sowie Mattia Preti und Luca Giordano. Mit der Bremer Skizze bereitete er das Altargemälde für die Kirche San Gaudioso in Neapel vor. Dieses wurde 1799 bei einem Brand zerstört, ist aber über seine ausführliche Beschreibung in Bernardo de Dominicis Vite de’ pittori, scultori ed architetti napoletani ausführlich dokumentiert. Demnach thronte – übereinstimmend mit der Ölskizze – in der oberen Bildhälfte auf den Wolken die von Putti umgebene Madonna mit dem Kind. Zu ihrer Linken wurde sie von dem Erzengel Michael flankiert, zu ihrer Rechten von Johannes dem Täufer, der vor Petrus und Paulus auf einer Wolke sitzt. In der unteren Bildhälfte war vorne links Gaudioso, der Bischof von Bithynien, zu sehen, und dahinter der Apostel Stephanus mit Buch und dem Attribut des Steins, der auf sein Martyrium verweist. Dahinter waren Abt Benedikt und seine Schwester Scholastika in ein Gespräch vertieft. Bei der Rückenfigur neben ihnen handelte es sich um Januarius (San Gennaro), den Stadtheiligen Neapels, der der Madonna sein Blut darbringt. Die Beschreibung Dominicis erwähnt zusätzlich Rosa von Lima, die hier rechts, mit Rosen bekränzt, dargestellt ist. Davor stehen Gaudioso, der Bischof von Salerno, und – neben dem Löwen – Fortunata. Im Vordergrund kniet ihr Bruder Priscianus. Die beiden weiteren Personen benennt Dominici als Fortunatas Brüder Carponio und Evarista.
Abmessungen
  • Objekt: 124,5 x 87,5 cm
Raum
nicht ausgestellt
Inventarnummer
896-1964/8
Permalink

Werkinformationen

Künstler

Werk
Titel
Madonna und Kind in der Glorie mit Heiligen
Entstehungsdatum
um 1733
Grunddaten
Abmessungen
  • Objekt: 124,5 x 87,5 cm
Werktyp
Gemälde
Technik
Öl auf erdrot grundierter Leinwand
Erwerbsinformation

    1964

  • Erworben von der Kunsthalle Bremen 1964
Creditline
  • Kunsthalle Bremen. Foto: Lars Lohrisch