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André Masson (*Balagny 1896 - † Paris 1987), Maler

Nach der Exekution, um 1937

Das Gemälde Nach der Exekution entstand kurz nach Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs, etwa zeitgleich zu Pablo Picassos Guernica und nur wenige Monate nachdem André Masson im Sommer 1936 aus dem katalanischen Tossa de Mar nach Paris zurückgekehrt war. Den Vordergrund des Bildes füllen die mit satirischer Schärfe karikierten Vertreter von Justiz und Kirche, ein aufschreiender Esel und ein gebeugter Mann, dessen fackelnde Kerze nicht nur auf die Dunkelheit der Nacht sondern die der damaligen Zeit insgesamt verweist. Im Hintergrund sind auf blutgetränktem Boden ein erschossener Mann und eine brennende Windmühle zu sehen. Während sich die für die Hinrichtung verantwortlichen Richter und Kleriker von der Tat abwenden, schreit der die Dummheit der Institutionen verkörpernde Esel in isolierter Ohnmacht auf. Dass das Gräuel noch lange kein Ende haben sollte, deutet der Skorpion auf den Mündern der beiden Geistlichen an: In der mittelalterlichen Kunst ein Symbol der Ketzerei und des Satans, verbildlicht er hier die Bosheit der Rede und die Allgegenwärtigkeit des Todes.
Abmessungen
  • Objekt: 67 x 118 cm
Raum
nicht ausgestellt
Inventarnummer
1023-1970/10
Permalink

Werkinformationen

Künstler

André Masson (*Balagny 1896 - † Paris 1987), Maler

Werk
Titel:
Nach der Exekution
Entstehungsdatum:
um 1937
Grunddaten
Abmessungen:
  • Objekt: 67 x 118 cm
Werktyp:
Gemälde
Technik:
Öl auf Leinwand
Bezeichnungen:
  • unten rechts signiert: andré Masson
Erwerbsinformation:

    1970

  • Erworben aus einer Stiftung 1970
Creditline
  • © VG Bild-Kunst, Bonn

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nicht ausgestellt