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Jean-Louis Laneuville (*Paris 1748 - † Paris 1826), Maler

Bildnis des Bertrand Barère de Vieuzac , 1792

In dem Gemälde Bildnis des Bertrand Barère de Vieuzac hielt Jean- Louis Laneuville, Schüler von Jacques-Louis David, den Dargestellten im Augenblick seines größten politischen Triumphes fest. Als Abgeordneter im Nationalkonvent und Mitglied des radikalen Wohlfahrtsausschusses forderte dieser am 4. Januar 1793 im Schauprozess gegen den „Bürger Louis Capet“ den Kopf Ludwigs XVI. Das untere der beiden im Gemälde angeführten Schriftstücke gibt fälschlicherweise die Jahreszahl 1792 an. Die Verhandlung endete am 17. Januar 1793 mit dem Todesurteil gegen den König, dass der Scharfrichter der Französischen Revolution, Charles-Henri Sanson, am 21. Januar 1793 mit einer Guillotine vollstreckte. Das Bildnis vereint individuelles Porträt und historischen Moment und ist Ausdruck der neuen sachlichen Kunstauffassung der Revolutionszeit. Es demonstriert in der psychologischen Analyse und der präzisen Technik das Selbstbewusstsein des Dargestellten und seiner Zeit. Werke dieser Art wurden auch gerne zu Propagandazwecken genutzt.
Abmessungen
  • Objekt: 129,5 x 96,8 cm
Raum
ausgestellt: OG Raum 9
Inventarnummer
908-1965/7
Permalink

Werkinformationen

Künstler

Jean-Louis Laneuville (*Paris 1748 - † Paris 1826), Maler

Werk
Titel
Bildnis des Bertrand Barère de Vieuzac
Entstehungsdatum
um 1793/94
Grunddaten
Abmessungen
  • Objekt: 129,5 x 96,8 cm
Werktyp
Gemälde
Technik
Öl auf Leinwand, doubliert
Bezeichnungen
  • auf dem oberen Schriftstück: bezeichnet: Liberté Egalité/Citoyens... (der Rest unleserlich)
Erwerbsinformation

    1965

  • Geschenk der Bremer Landesbank/Staatliche Kreditanstalt Oldenburg-Bremen zur Tausendjahrfeier des Marktrechts der Freien Hansestadt Bremen, 1965
Creditline
  • Kunsthalle Bremen. Foto: Lars Lohrisch

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