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Gotthardt Kuehl (*Lübeck 1850 - † Dresden 1915), Zeichner

In der Schulstube (Lübecker Waisenhaus) , 1884
Enthalten in der Kollektion:
Provenienzforschung in der Kunsthalle Bremen

Wie Max Liebermann und Max Slevogt zählte Gotthard Kuehl zu den ersten deutschen Künstlern, die Themen des städtischen Alltags mit impressionistischen Maleffekten schufen. Sowohl während seiner Zeit in Lübeck wie in Dresden, wo er 1895 eine Professur an der Akademie antrat, beschäftigte er sich mit dem Leben in Waisenhäusern. Durch die blauen Schuluniformen mit den roten Kreuzen sind die zwei Jungen des Bremer Bildes als Bewohner des Lübecker Waisenhauses zu identifizieren. Obwohl Sonnenlicht den Raum durchflutet, vermittelt Kuehls Werk eine verhaltene Stimmung. Die Kinder stützen beide nachdenklich den Kopf mit der Hand ab – eine Anlehnung an den traditionellen Melancholie- Gestus. Vielleicht sinnen sie dem Inhalt des Briefes nach. Vielleicht hat Kuehl sie auch in einem Moment festgehalten, in dem sie sich ihres Waisenschicksals besonders bewusst sind. Die Fensterglasbilder spenden Trost und Hoffnung. Sie zeigen die Verkündigung, bei der Maria gegenüber dem Engel Gabriel „als Magd des Herrn“ ihr Leben in Gottes Hände legt (Lk 1,38).
Abmessungen
  • Objekt: 135 x 76 cm
Raum
ausgestellt: OG Raum 13
Inventarnummer
1172-1975/14
Permalink

Werkinformationen

Künstler

Gotthardt Kuehl (*Lübeck 1850 - † Dresden 1915), Zeichner

Werk
Titel
In der Schulstube (Lübecker Waisenhaus)
Entstehungsdatum
um 1886
Grunddaten
Abmessungen
  • Objekt: 135 x 76 cm
Werktyp
Gemälde
Technik
Öl auf Holz
Bezeichnungen
  • unten rechts signiert: G. Kuehl
Erwerbsinformation

    1975

  • Geschenk der Bremer Landesbank 1975
Creditline
  • Kunsthalle Bremen. Foto: Lars Lohrisch